G-Moll
Moll-Tonart mit zwei Bs; Paralleltonart zu B-Dur.
Was es bedeutet
G-Moll ist die Molltonart mit zwei Bs in der Vorzeichnung: b und es. Ihr Grundton ist g, ihre Durparallele B-Dur. Im Quintenzirkel liegt sie zwei Schritte auf der B-Seite. In der harmonischen und melodischen Form kommt fis als erhöhte siebte Stufe zum Leitton hinzu.
Musikalische Verwendung
G-Moll gilt als Tonart von ernstem, oft klagendem oder leidenschaftlichem Ausdruck und ist besonders mit Wolfgang Amadeus Mozart verbunden: Seine Sinfonie Nr. 40 KV 550 und das Streichquintett KV 516 stehen in g-Moll. Auch Johann Sebastian Bachs große Fantasie und Fuge BWV 542 und Johannes Brahms’ Rhapsodie op. 79 Nr. 2 sind in dieser Tonart geschrieben.
Abzugrenzen ist g-Moll von G-Dur, dem Namensvetter mit einem Kreuz und hellerem Charakter, und von B-Dur, der Durparallele mit gleicher Vorzeichnung. Auch von gis-Moll mit fünf Kreuzen unterscheidet es sich durch Vorzeichnung und Lage.
Spielpraxis
Übe die harmonische Molltonleiter mit dem Leitton fis besonders sorgfältig, denn der Schritt von es nach fis ist eine übermäßige Sekunde. Achte auf sichere Intonation der beiden Bs und der erhöhten siebten Stufe.