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Tonart

B-Dur

Die Durtonart auf dem Grundton b. Ihre Vorzeichnung hat zwei b-Vorzeichen, auf h und auf e, im Notenbild also b und es. In Deutschland heißt der Ton B♭ einfach b, der Ton ohne Versetzungszeichen h; international heißt B-Dur „B♭ major“.

Grundton
b
Vorzeichnung
2 ♭ (b, es)
Tonika
b–d–f
Dominante
F-Dur, f–a–c
Subdominante
Es-Dur, es–g–b
Paralleltonart
g-Moll
Varianttonart
b-Moll
Nachbarn im Quintenzirkel
F-Dur, Es-Dur

Zwei b vor der ersten Note

B-Dur ist die zweite der b-Tonarten im Quintenzirkel, nach F-Dur mit einem b. Auf der Quintenzirkel-Seite steht sie mit „2 ♭ (auf H und E)“, in Noten sind das b und es. Die Reihenfolge der b-Vorzeichen ist b, es, as, des, ges, ces, fes. Bei B-Dur gelten also die ersten beiden.

Zum Erkennen einer b-Tonart gibt es dort eine Faustregel: Die Tonika ist das vorletzte b der Vorzeichnung. Bei zwei b ist das vorletzte das b selbst, die Tonart heißt also B-Dur.

B-Dur-Tonleiter

b c d es f g a b 1 1 ½ 1 1 1 ½

Zwei Töne tragen ein b: der Grundton b und es. Alle anderen sind Stammtöne. Halbtonschritte liegen wie in jeder Durtonleiter zwischen der dritten und vierten Stufe (d–es) und zwischen der siebten und achten (a–b).

Selbst ausprobieren: Im Tonleiter-Hörtraining hörst du Leitern und bestimmst ihren Typ. Das Vorzeichen-Training Vorzeichen & Tonarten zeigt dir die Vorzeichnung und fragt nach der Tonart.

Die Akkorde von B-Dur

Auf jeder Stufe der Tonleiter entsteht durch zwei übereinandergeschichtete Terzen ein Dreiklang. In B-Dur sind die Stufen I, IV und V Durakkorde, nämlich B, Es und F. Sie bilden das Gerüst der meisten Lieder in dieser Tonart. Die Stufen ii, iii und vi sind Mollakkorde, auf der siebten Stufe steht ein verminderter Dreiklang. Die ausführliche Herleitung steht auf der Seite Stufenakkorde.

StufeAkkordTöne
IBb–d–f
iiCmc–es–g
iiiDmd–f–a
IVEses–g–b
VFf–a–c
viGmg–b–d
vii°A°a–c–es

Die markierten Akkorde sind die drei Hauptfunktionen: Tonika, Subdominante und Dominante.

Eine Kadenz in B-Dur

BIEsIVFVBI

Die Folge B – Es – F – B ist die einfachste Kadenz der Tonart. Sie zeigt die drei Hauptfunktionen hintereinander und kehrt dann zur Tonika zurück. Mehr Schlussformen mit Klangbeispielen stehen auf der Seite Kadenzen.

  • Ganzschluss F → B: der endgültige Schluss. Siehe Ganzschluss.
  • Leitton: In B-Dur ist der Leitton a, ein Halbton unter b. Mehr dazu im Artikel Der Leitton.

Verwandte Tonarten

Die Paralleltonart g-Moll hat dieselbe Vorzeichnung, aber den Grundton g. Die Varianttonart b-Moll hat denselben Grundton, aber fünf b. Eine Vorzeichnung mit zwei b allein sagt dir nicht, ob ein Stück in B-Dur oder g-Moll steht. Der Schluss entscheidet: Endet die Melodie auf b und der letzte Akkord ist B, steht das Stück in B-Dur.

Die direkten Nachbarn im Quintenzirkel unterscheiden sich von B-Dur in genau einem Ton: F-Dur hat kein es, Es-Dur hat zusätzlich as.

Zum Üben: In der Quintenzirkel-Übung beantwortest du kurze Fragen zum Zirkel, die Grafik zeigt ihn dabei mit an.

B-Dur auf der Gitarre

Griffbild B: E-Saite nicht anschlagen, A-Saite im 1. Bund, D-Saite im 3. Bund, G-Saite im 3. Bund, H-Saite im 3. Bund, e-Saite im 1. Bund × E– Ab Df Gb Hd ef
B-Dur als Barré-Griff im 1. Bund. Der Zeigefinger liegt quer über den fünf höheren Saiten, die Töne sind b–f–b–d–f.

Für B-Dur braucht die Gitarre einen Barré-Griff, weil es keine offene Lage gibt. Der Zeigefinger sitzt im ersten Bund über den fünf höheren Saiten, die drei Finger darüber greifen Quinte, Grundton und Terz. Die tiefe E-Saite wird nicht angeschlagen. Wer den Griff verschiebt, erhält jeden anderen Durakkord: Im zweiten Bund steht dieselbe Form für H-Dur, im dritten für C-Dur. Siehe Barré.

Zum Üben: In Töne am Griffbrett trainierst du, Töne auf dem Griffbrett schnell zu finden.

Stück in B-Dur zum Üben

Das Notenarchiv von Maikstrings enthält ein Stück in B-Dur. Die Tonart ist im PDF an der Vorzeichnung mit zwei b und am Schlusston erkennbar.

Klavier

Häufige Fehler

  • Nur ein b setzen: Die Vorzeichnung hat zwei b, eines auf h und eines auf e. Mit nur einem b ergibt sich F-Dur.
  • b und h verwechseln: In Deutschland heißt der Ton ohne Versetzungszeichen h, der Ton mit b heißt b. International heißt B-Dur „B♭ major“, ein internationales „B major“ meint dagegen H-Dur.
  • B-Dur und g-Moll: Beide haben zwei b. Ob ein Stück in Dur oder Moll steht, zeigt der Schluss.