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Tonart

Es-Dur

Die Durtonart auf dem Grundton es. Ihre Vorzeichnung hat drei b-Vorzeichen: b, es und as. Es-Dur gehört zu den Tonarten, die nach der Seite Vorzeichen & Tonarten einen großen Teil der Literatur für Gitarre, Klavier und Chor abdecken.

Grundton
es
Vorzeichnung
3 ♭ (b, es, as)
Tonika
es–g–b
Dominante
B-Dur, b–d–f
Subdominante
As-Dur, as–c–es
Paralleltonart
c-Moll
Varianttonart
es-Moll
Nachbarn im Quintenzirkel
B-Dur, As-Dur

Drei b vor der ersten Note

Es-Dur steht im Quintenzirkel zwischen B-Dur mit zwei b und As-Dur mit vier. Die Seite Quintenzirkel führt sie mit „3 ♭ (auf H, E und A)“, in Noten sind das b, es und as. Die Seite Vorzeichen & Tonarten beschreibt, wie man die b-Tonarten ordnet: Die b-Vorzeichen folgen der Reihe b, es, as, des, ges, ces, fes. Bei Es-Dur gelten die ersten drei.

Dieselbe Seite rät, die häufigen Tonarten zuerst zu automatisieren: G, D, F, B und Es-Dur decken den größten Teil der Literatur für Gitarre, Klavier und Chor ab. Es-Dur gehört also zum Grundbestand, den man sicher können sollte.

Es-Dur-Tonleiter

es f g as b c d es 1 1 ½ 1 1 1 ½

Vier der acht Noten tragen ein b: es, as, b und wieder es. Nur f, g, c und d sind Stammtöne. Halbtonschritte liegen zwischen g und as und zwischen d und es.

Selbst ausprobieren: Das Training Vorzeichen & Tonarten zeigt dir eine Vorzeichnung und fragt nach der Tonart. Im Tonleiter-Hörtraining hörst du Leitern und bestimmst ihren Typ.

Die Akkorde von Es-Dur

Auf jeder Stufe der Tonleiter entsteht ein Dreiklang aus zwei Terzen. In Es-Dur sind die Stufen I, IV und V Durakkorde: Es, As und B. Die Stufen ii, iii und vi sind Mollakkorde, auf der siebten Stufe steht ein verminderter Dreiklang. Die Herleitung für C-Dur und a-Moll steht auf der Seite Stufenakkorde, die Tabelle überträgt sie auf Es-Dur.

StufeAkkordTöne
IEses–g–b
iiFmf–as–c
iiiGmg–b–d
IVAsas–c–es
VBb–d–f
viCmc–es–g
vii°D°d–f–as
EsIAsIVBVEsI

Es – As – B – Es ist die einfachste Kadenz der Tonart: Tonika, Subdominante, Dominante, Tonika. Mehr Schlussformen stehen auf der Seite Kadenzen.

Es-Dur mit dem Kapodaster

Auf der Gitarre ist Es-Dur ein typischer Fall für den Kapodaster. Der Artikel Kapodaster richtig einsetzen beschreibt: Wenn eine Sängerin ein Lied in Es-Dur braucht, ist die Alternative, vier Barrégriffe zu lernen. Mit Kapo im dritten Bund spielt man weiterhin C-Dur-Griffe und klingt in Es-Dur. Für Begleitung im Chor, in der Gruppe und am Lagerfeuer ist das der Unterschied zwischen „geht nicht“ und „sofort“.

Griffbild C: E-Saite nicht anschlagen, A-Saite im 3. Bund, D-Saite im 2. Bund, G-Saite leer, H-Saite im 1. Bund, e-Saite leer × E– Ac De Gg Hc ee
Der offene C-Griff. Mit dem Kapodaster im 3. Bund klingt er als Es-Dur.

Der Artikel warnt zugleich vor einem Missverständnis: Wer mit Kapo im dritten Bund C-Griffe spielt und der Band „wir spielen in C“ sagt, sorgt für Chaos. Richtig ist, die klingende Tonart zu nennen und den Griff dazu: „Es-Dur, ich spiele C mit Kapo drei“.

Verwandte Tonarten und ein Stück

Die Paralleltonart c-Moll hat dieselbe Vorzeichnung, aber den Grundton c. Die Nachbarn im Quintenzirkel unterscheiden sich von Es-Dur in genau einem Ton: B-Dur hat kein as, As-Dur hat zusätzlich des.

Ein Stück mit der Vorzeichnung von Es-Dur liegt im Archiv in der Paralleltonart:

Klavier

Häufige Fehler

  • Nur zwei b setzen: Mit b und es ergibt sich B-Dur. Für Es-Dur kommt as hinzu.
  • Die Tonart nach dem Kapo-Griff benennen: Klingend ist Es-Dur, gegriffen wird C. Der Band sagt man die klingende Tonart.
  • Es-Dur und c-Moll verwechseln: Beide haben drei b. Der Schluss entscheidet, ob ein Stück in Dur oder Moll steht.