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Tonleiter

Hypophrygisch

Hypophrygisch ist die plagale Form des phrygischen Modus und gilt als vierter Kirchenton. Es hat dieselben Töne wie Phrygisch und dieselbe Finalis e, aber der Tonraum reicht von der Quarte unter e (h) bis zur Quinte darüber (h′).

Nummer
4. Kirchenton
Finalis
e
Tenor (Rezitationston)
a
Tonraum
h–h′
Authentische Form
Phrygisch

Phrygisch, eine Quarte tiefer

Hypophrygisch gehört zum authentischen Phrygisch. Beide schließen auf e und verwenden dieselben weißen Tasten. Unterschieden werden sie wie alle Paare aus authentischem und plagalem Modus durch den Tonraum: Phrygisch geht von e′ bis e″, Hypophrygisch von h bis h′. Dazu kommt der Tenor, der Ton, um den die Melodie kreist. Im phrygischen Modus ist er traditionell c, im hypophrygischen a.

Hypophrygisch (Tonraum h–h′)

h c d e f g a h ½ 1 1 ½ 1 1 1

Die Finalis e liegt in der Mitte. Markiert sind e und der Tenor a. Der einzige Halbton unten liegt zwischen h und c.

Zum Vergleich: Phrygisch (Tonraum e′–e″)

e f g a h c d e ½ 1 1 1 ½ 1 1

Dieselben weißen Tasten, von e aufwärts. Der Halbton e–f unmittelbar über der Finalis gibt dem phrygischen Modus seinen Klang. Markiert sind die Finalis e und der Tenor c.

Im Glossar: Plagaltonart · Phrygische Kadenz · Finalis

Eigenheiten

Unter der Finalis liegen in diesem Modus drei Töne: d, c und h. Der Halbton h–c ist der einzige im unteren Teil des Tonraums, der Halbton e–f liegt direkt über der Finalis. Der Modus verbindet so eine weite, ruhige Lage um e mit dem phrygischen Halbton über dem Schlusston. Die Angaben hier folgen der traditionellen Standardtabelle der Kirchentöne. In der Praxis sind Abweichungen und Erweiterungen des Tonraums um wenige Töne üblich.

Zum Üben: Spiele die Zeile von h bis h′ und höre darauf, wie das e als Mitte wirkt. Singe danach eine kurze Melodie, die zwischen a und e pendelt und auf e schließt, und vergleiche sie mit einer, die von e nach oben steigt.