Largo
Largo ist eine italienische Tempobezeichnung für sehr breit und langsam. Sie liegt etwa bei 40 bis 60 Schlägen pro Minute und passt zu ernsten, feierlichen Passagen. Wie alle Tempowörter ist sie dehnbar.
- Bedeutung
- sehr breit, langsam
- Richtwert
- 40–60 bpm
- Charakter
- ernst, feierlich
- Schneller
- Adagio, Andante
Breit und langsam
Largo steht am langsamen Ende der Skala: sehr breit, mit großem Atem. Im Zusammenhang der Tempobezeichnungen liegt es bei etwa 40–60 bpm. Das ist ein Wert, kein Gesetz: Die italienischen Begriffe sind dehnbar, deshalb steht in der modernen Notation oft zusätzlich eine bpm-Zahl. Dass im Dvořák-Satz „♩ = 52“ neben „Largo“ steht, ist ein Beispiel dafür.
Langsame Tempi wirken ruhig, getragen, oft feierlich oder schwer. Tempo greift unmittelbar in das Körpergefühl ein, weil wir es mit Herzschlag, Atem und Bewegung verbinden. Auf der Seite Tempo kannst du denselben Grundpuls bei 50 bpm als Largo hören.
Largo im Notenbild
Klavier
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Prélude e-Moll Frédéric Chopin, op. 28 Nr. 4, aus: 24 Préludes · Klavier · 1 Seite
Überschrieben „Largo“, im Alla-breve-Takt mit einem Kreuz. Dazu stehen „p“ und „espressivo“ unter dem Anfang.
Orchester
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Sinfonie Nr. 9, 2. Satz Largo Antonín Dvořák, op. 95 (1893), „Aus der Neuen Welt“ · Partitur · 18 Seiten
Die Partitur nennt „Largo“ und ergänzt die Metronomangabe ♩ = 52, ein Wert im Bereich von Largo.
Häufige Fehler
- Largo zu schnell spielen: Es ist breit und gespannt, nicht zögerlich.
- Langsam mit leise verwechseln: Tempo und Dynamik sind verschiedene Bausteine.
- Die Metronomzahl als starr lesen: Sie ist ein Richtwert.