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Harmonik

Submediante

Die Submediante ist der Dreiklang auf der sechsten Stufe einer Tonart, in C-Dur also a–c–e (Am). Er ist die Mollparallele der Tonika, teilt zwei von drei Tönen mit ihr und kann für sie einspringen. Dadurch ist er der Akkord des Trugschlusses und Baustein der meistgespielten Popfolgen.

Stufe
vi (in Dur)
In C-Dur
Am, a–c–e
Funktion
Tonikaparallele (Tp)
Kirchentonart
Äolisch
Gegenstück
Mediante (iii)

Der Stellvertreter der Tonika

Die Seite Stufenakkorde nennt die Stufe vi (Am in C-Dur) die Tonikaparallele: Sie vertritt die Tonika, weil sie zwei Töne mit ihr teilt, und bringt dabei eine weichere Färbung mit. Im Englischen sagt man submediant für vi und nennt sie tonic substitute, im Spanischen spricht die dortige Seite vom „relativo menor“ der Tonika; die Idee bleibt dieselbe, nur die Bezeichnung wechselt. Auf der Seite Quintenzirkel steht Am in der Stufenakkord-Tabelle mit Funktion Submediante und Kirchentonart Äolisch.

StufeAkkord in C-DurTöneFunktion
ICc–e–gTonika
viAma–c–eTonikaparallele (Submediante)

Der Trugschluss

Die Wendung V–vi statt V–I ist der klassische Trugschluss. Die Dominante baut Spannung auf, aber statt der Tonika erklingt ihr Stellvertreter, wie die Seite Kadenzen beschreibt. Die Phrase läuft weiter, weil das Ohr noch auf die echte Auflösung wartet.

GVAmvi

Baustein der Popfolgen

Der Artikel Mit einem Muster die Akkorde fast jedes Popsongs vorhersagen nennt die sechste Stufe als einen der vier tragenden Akkorde. Sie klingt anders als die Tonika, ohne den Zusammenhang zu verlieren. Daraus entstehen I–V–vi–IV und vi–IV–I–V.

CIGVAmviFIV
Selbst ausprobieren: Spiele C und dann Am: Es ändert sich nur ein Ton: c und e bleiben liegen, g wird zu a. Das zeigt, wie nah die beiden Akkorde beieinanderliegen.