Chromatische Tonleiter
Die chromatische Tonleiter enthält alle zwölf Halbtöne einer Oktave nacheinander. Jeder Schritt ist ein Halbton, und kein Ton ist ausgezeichnet: Sie hat keinen Grundton und keine Tonart. Man schreibt sie meist aufwärts mit Kreuzen und abwärts mit b.
- Töne pro Oktave
- zwölf
- Schritte
- nur Halbtöne (je 100 Cent gleichstufig)
- Schreibweise
- aufwärts mit ♯, abwärts mit ♭
- Tonart
- keine, kein Ton ist Grundton
Alles, was das Klavier hat
Auf dem Klavier bilden die weißen und schwarzen Tasten zusammen zwölf Töne pro Oktave. Spielt man sie der Reihe nach, entsteht die chromatische Tonleiter. Der Name kommt vom griechischen „chroma“, Farbe. Weil jeder Schritt ein Halbton ist, gibt es keine Stufen unterschiedlicher Größe wie in Dur oder Moll. Das Ohr findet keinen Ruhepunkt.
Aufwärts von c, mit Kreuzen
Alle zwölf Halbtonschritte. Markiert sind die fünf Töne mit Vorzeichen, die schwarzen Tasten des Klaviers. Zwischen e–f und h–c gibt es keine schwarze Taste, dort liegt schon ein Halbton.
Abwärts von c, mit b
Dieselben zwölf Töne in umgekehrter Richtung, jetzt mit b statt Kreuz geschrieben. Das Klavier spielt es identisch, nur das Notenbild ändert sich.
Warum zwei Schreibweisen?
Töne wie cis und des klingen gleich, werden aber verschieden geschrieben, siehe enharmonische Verwechslung. Aufwärts schreibt man erhöhte Töne mit Kreuz, abwärts erniedrigte mit b. Das ist eine Konvention, kein Gesetz: In einer bestimmten Tonart richtet sich die Schreibweise nach deren Vorzeichen.
Gegen die diatonische Tonleiter aus sieben Tönen ist die chromatische ein Reservoir. Sie dient als Lauf, als Verzierung oder zur Steigerung von Spannung.
Häufige Fehler
- Auf- und abwärts gleich schreiben: Üblich sind Kreuze aufwärts und b abwärts.
- Zwischen e–f und h–c eine schwarze Taste suchen: Dort liegt keine, denn e–f und h–c sind schon Halbtonschritte.
- Eine Tonart annehmen: Die chromatische Tonleiter hat keine.
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Verwandte Begriffe
HalbtonTonleiterEnharmonische VerwechslungKreuzVersetzungszeichenDiatonische TonleiterOktaveTonart
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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