Homophonie
Satzweise mit führender Melodie und akkordischer Begleitung.
Was es bedeutet
Homophonie, griechisch für „Gleichklang“, bezeichnet eine Satzweise, bei der eine Melodiestimme von Akkorden oder Begleitstimmen getragen wird. Man unterscheidet zwei Formen: die Melodie mit akkordischer Begleitung und den Akkordsatz, in dem alle Stimmen im selben Rhythmus fortschreiten, wie im vierstimmigen Choral.
Musikalische Verwendung
Die Homophonie prägt einen großen Teil der Musik seit dem späten Barock: Lieder, Choräle, Tänze, klassische Sinfoniesätze und die meiste Popmusik folgen diesem Prinzip. Sie ermöglicht klare Textverständlichkeit und einprägsame Melodien und ist einfacher zu hören als die Polyphonie. Im 18. Jahrhundert löste sie zunehmend den polyphonen Stil ab.
Abzugrenzen ist die Homophonie von der Monodie, in der nur eine Melodie erklingt, von der Polyphonie, in der mehrere gleichberechtigte Melodien kombiniert werden, und von der Heterophonie, in der Varianten derselben Melodie zusammenklingen. Mischformen kommen häufig vor.
Spielpraxis
Spiele in einem homophonen Satz die Melodie hervortretend und die Begleitung zurückhaltend. Halte in einem Akkordsatz alle Stimmen im gleichen Rhythmus und achte auf gemeinsame Atmung und Artikulation.