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Notation

Leadsheet

Notenblatt mit Melodie und Akkordsymbolen als Spielgrundlage in Jazz und Pop.

Was es bedeutet

Ein Leadsheet notiert von einem Musikstück nur das Wesentliche: die Melodiestimme in Noten, den zugehörigen Text bei Liedern sowie über dem System die Akkordsymbole. Wie die Begleitung konkret ausgeführt wird, welche Stimmführung, welcher Rhythmus oder welche Besetzung gewählt wird, bleibt offen und liegt in der Verantwortung der Musizierenden.

Diese knappe Notationsform ist die übliche Arbeitsgrundlage im Jazz und in weiten Teilen der Popmusik, wo Stücke oft aus dem Stegreif und je nach Besetzung unterschiedlich interpretiert werden.

Im Notenbild

Über dem Notensystem stehen Akkordsymbole (z. B. Cmaj7, G7, Dm9), die Harmonie und typische Erweiterungstöne angeben. Formteile wie Chorus oder Bridge werden häufig durch Buchstaben (A, B) oder Wiederholungszeichen gekennzeichnet.

Musikalische Verwendung

Leadsheets sind das Rückgrat der Jazz-Standard-Literatur, etwa in Sammlungen wie dem sogenannten Real Book, und dienen auch bei Bandproben oder Musical-Besetzungen als schnelle Verständigungsgrundlage. Abzugrenzen ist das Leadsheet von der vollständig ausnotierten Partitur, in der Stimmführung, Rhythmik und Instrumentierung festgelegt sind, sowie vom reinen Akkord-Songblatt ohne notierte Melodie.

Spielpraxis

Wenn du nach einem Leadsheet spielst, entwickle deine eigene Begleitfigur aus den Akkordsymbolen und orientiere dich beim Zusammenspiel an der notierten Melodie und Form, statt auf ausgeschriebene Einzelstimmen zu warten.