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Form

Musette

Französischer Tanz mit Dudelsackimitation.

Was es bedeutet

Die Musette ist ursprünglich ein französisches Instrument — eine kleine Sackpfeife, die im 17. und 18. Jahrhundert am französischen Hof beliebt war. Von diesem Instrument leitet sich die Bezeichnung für einen Tanz- oder Satztyp ab, der dessen Klang nachahmt.

Kennzeichnend ist ein liegender Bordunton im Bass, oft der Grundton oder Grundton und Quinte, über dem sich eine schlichte, tänzerische Melodie bewegt. Dieser anhaltende Bass imitiert die Bordunpfeifen der Sackpfeife. Der Charakter ist ländlich, idyllisch und sanft.

Zu unterscheiden ist die Musette von der Pastorale, die ebenfalls ländliche Szenen darstellt und oft ebenfalls Bordunklänge verwendet. Die Musette ist enger an das Instrument und an den Tanz gebunden, die Pastorale ist ein allgemeinerer Ausdruckstyp.

Im 20. Jahrhundert bezeichnet der Begriff außerdem einen Stil der französischen Akkordeonmusik, der mit der ursprünglichen Bedeutung wenig gemein hat.

Im Notenbild

Die Musette ist an einem über viele Takte liegenden Basston erkennbar, oft notiert als lange gehaltene Note oder als wiederholter Ton. Die Melodie steht meist im Dreier- oder Sechsachteltakt. In der Suite erscheint die Musette häufig als Trio zu einer Gavotte.

Musikalische Verwendung

Als Satztyp gehört die Musette zur französischen Musik des Barock und zu den Suiten dieser Zeit. Die Vorliebe für ländliche Idylle am Hof des 18. Jahrhunderts machte das Instrument und seine Nachahmung beliebt. In Klavier- und Orchestersuiten erscheint sie als kontrastierender Mittelteil.

Die Musette war ein französischer Dudelsack des Barock, beliebt bei Hof. Der gleichnamige Tanz ahmt ihren Bordun nach. Typisch sind ein liegender Bass, eine anmutige Melodie im Dreiertakt und ein ländlicher Charakter. Das Instrument hatte zwei Chanter und einen Blasebalg, der unter dem Arm betätigt wurde. ## Spielpraxis

Halte den Bordunton gleichmäßig und leise, damit er trägt, ohne die Melodie zu verdecken. Spiele die Melodie schlicht und tänzerisch. Nimm das Tempo gemäßigt. Und denke an den Klang des Instruments, das nachgeahmt wird — nasal, gleichmäßig, ohne dynamische Schwankungen.