Dis-Dur
Dur-Tonart mit neun Kreuzen (davon zwei Doppelkreuze); in der Praxis meist enharmonisch als Es-Dur notiert.
Was es bedeutet
Dis-Dur ist die Durtonart mit dem Grundton Dis. Im Quintenzirkel liegt sie neun Schritte auf der Kreuzseite von C-Dur entfernt und benötigt entsprechend neun Kreuzvorzeichen, darunter zwei Doppelkreuze für fisis und cisis.
Klanglich ist Dis-Dur identisch mit Es-Dur, das mit nur drei b-Vorzeichen auskommt. Beide Tonarten klingen auf Instrumenten mit gleichstufiger Stimmung, also praktisch allen modernen Tasten- und Blasinstrumenten, exakt gleich, unterscheiden sich aber in der Schreibweise der Töne.
Im Notenbild
Die vollständige Vorzeichnung von Dis-Dur umfasst neun Kreuze: fis, cis, gis, dis, ais, eis, his sowie die beiden Doppelkreuze fisis und cisis. Eine solche Häufung von Doppelkreuzen macht das Notenbild ungewöhnlich schwer lesbar, weshalb diese Tonart in der Praxis so gut wie nie in ihrer eigentlichen Schreibweise verwendet wird.
Musikalische Verwendung
Weil Dis-Dur zu den theoretisch möglichen, aber praktisch kaum genutzten Tonarten gehört, greifen Komponisten und Notensatzprogramme fast ausnahmslos auf die enharmonisch gleiche und deutlich übersichtlichere Tonart Es-Dur zurück. Dis-Dur taucht daher hauptsächlich in der Musiktheorie als Beispiel für die Grenzen des Quintenzirkels auf sowie gelegentlich kurzzeitig innerhalb eines Stücks, etwa als Zwischentonart bei modulierenden Passagen mit vielen Kreuzvorzeichen.