La
Sechste Silbe der Solmisation.
Was es bedeutet
La ist die sechste Silbe der Solmisation. Beim beweglichen Do bezeichnet sie die sechste Stufe der Durtonart; beim festen Do ist sie ein absoluter Tonname und entspricht dem deutschen a.
Musikalische Verwendung
Im mittelalterlichen Hexachord war la die letzte und höchste Silbe — der Sechstonraum reichte von ut bis la. Wer darüber hinaus wollte, musste in ein anderes Hexachord wechseln; diese Mutation war das zentrale Handwerk des Systems.
Eine besondere Rolle spielt die Silbe in der Behandlung von Moll. Da natürliches Moll dieselben Töne wie seine Durparallele enthält und eine kleine Terz tiefer beginnt, liegt es nahe, die Mollleiter von la nach la zu singen. Diese Handhabung — im englischsprachigen Unterricht als La-basiertes Moll verbreitet — erhält die Beziehung zur Durparallele und macht sie hörbar. Die Gegenposition legt do auf den Mollgrundton und verändert die Silben für die dritte, sechste und siebte Stufe. Beide Wege sind gebräuchlich; entscheidend ist, innerhalb einer Gruppe bei einem zu bleiben.
Im romanischen Sprachraum ist la schlicht der Tonname für a — und damit zugleich die Silbe des Kammertons, nach dem gestimmt wird.
Im Hexachordsystem war La die oberste der sechs Silben. Im relativen System ist La die sechste Stufe der Durtonleiter und zugleich Grundton der parallelen Molltonart; deshalb beginnt Moll bei relativer Solmisation auf La, man spricht vom La-Moll. Im festen System der romanischen Länder bezeichnet La den Ton a, nach dem das Orchester vor jeder Probe und jedem Konzert stimmt. Dieser Unterschied ist bei der Arbeit mit Lehrmaterial aus v ## Spielpraxis
Achte beim Singen auf den Halbton zwischen la und ti beziehungsweise zwischen sol und la, je nach Zusammenhang — die Silben helfen nur, wenn die Halbtonlagen mitgedacht werden. Kläre in Gruppen vorab, welches Mollsystem gilt. Und nutze la als Bezugspunkt beim Stimmen, wenn du mit romanischsprachigen Musikern arbeitest.